Seit seiner Gründung im Jahr 2010 hat der ASC viele positive Veränderungen in der globalen Aquakultur angestoßen.

Als volles Mitglied der International Social and Environmental Accreditation and Labelling Alliance (ISEAL) folgt der ASC auch dem ISEAL Impacts Code und verpflichtet sich, Veränderungen vor Ort zu überwachen und zu berichten.

Metrische (zahlenbasierte) Indikatoren und Grenzwerte helfen Veränderungen darzustellen, genauso wichtig sind jedoch auch transparente Auditreports und Daten, die die Farmen im Zuge der Zertifizierung mit dem ASC teilen müssen.

All dies war die Basis für den ersten ASC Monitoring and Evaluation Report, der im August 2020 veröffentlicht wurde. Dafür wurden alle Auditberichte der vier Spezies Lachs, Garnele, Muscheln und Tilapia bis einschließlich März 2019 ausgewertet, um den positiven Einfluss des ASC-Programms evaluieren zu können.

Allein im Jahr 2018, dem letzten voll ausgewerteten Jahr, wurden insgesamt 1635 Verbesserungen auf ASC-zertifizierten Betrieben durchgeführt – 1177 im ökologischen und 458 im sozialen Bereich.

Ökologische Verbesserungen

Schutz des Ökosystems rund um die Farm, ein gesunder Meeresboden, bessere Wasserqualität und ein effizienterer Einsatz von Fischmehl und -öl: Dies sind nur einige Beispiele, wie ASC-zertifizierte Farmen dazu beitragen, unsere Umwelt zu schützen und zu erhalten.

Positive Veränderungen betreffen unter anderem den Futtermitteleinsatz. Insbesondere bei der Zucht von Lachs und Garnelen haben ASC-zertifizierte Betriebe die Zusammensetzung des Futters optimiert und einen geringeren Anteil von Fischmehl und -öl eingesetzt. Dieser effizientere Einsatz von Fischmehl ist wichtig, weil es den Druck auf wilde Fischbestände reduziert.

Vor allem die Reduktion des Anteils von Fischmehl aus industrieller Fischerei im Garnelenfutter ist beeindruckend: Im Jahr 2015 betrug der Anteil noch 18,2 %, 2018 waren es dagegen nur noch 12,7 %. Interessant ist, dass der Futterquotient (also Kilogramm Futter geteilt durch Kilogramm Zuchtfisch) trotz der Reduktion des Anteils an marinen Bestandteilen gleich geblieben ist. Das heißt, dass trotz der Substitution des Anteils an Fischmehl und -öl die Fische ähnlich gut gewachsen sind.

Zu den Verbesserungen im ökologischen Bereich gehören außerdem ein optimiertes Gesundheitsmanagement und bessere Biosicherheitsmaßnahmen, wie das Fernhalten von Prädatoren oder eine bessere Isolierung der Farmen von benachbarten Gewässern.

Soziale Verbesserungen

Neben den ökologischen Verbesserungen haben ASC-zertifizierte Fischzuchten aber auch viele soziale Änderungen vorgenommen, die dem Wohlergehen und den Bedürfnissen der Menschen Achtung schenken. Dazu gehören unter anderem faire Löhne, weniger Überstunden und eine bessere Schutzausrüstung.

In mehreren Lachsfarmen in Kanada wurde zum Beispiel festgestellt, dass die Mitarbeitenden übermäßig lange arbeiten oder über längere Zeiträume vor Ort sind. Sie haben daraufhin gemäß des ASC-Standards reagiert und Obergrenzen für die Arbeitszeiten eingeführt oder Arbeitsschichten angepasst.

Wo Mitarbeiter*innen vor Ort schlafen, investierten Garnelenfarmen in mehr Privatsphäre für Schlaf- und Sanitäranlagen, neue Duschen und die Überprüfung des Trinkwassers. In Indien wurde zudem erreicht, dass alle Mitarbeitende nun eine Krankenversicherung haben.

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