Die Tage werden kürzer, die Nächte werden kälter, die Feiertage stehen vor der Tür. Was gibt es da schöneres, als Zeit mit Freunden und Familie mit guten Gesprächen und gutem Essen zu verbringen. Bei einem festlichen Dinner wird auch Lachs immer wieder gerne serviert.  

Wenn du jetzt denkst, “Lachs – etwa auch noch aus der Zucht!? Der ist doch voll mit Antibiotika und schlecht für die Umwelt!”, dann solltest du jetzt unbedingt weiterlesen.  

Schlechter Ruf zu Unrecht 

In den letzten Jahren hat sich in der Lachszucht einiges getan. Strenge Gesetze und Umweltzertifizierungen, wie das ASC-Siegel, haben zu vielen Verbesserungen geführt. Viele Annahmen über Zuchtlachs sind heute veraltet. Sie stimmen einfach nicht mehr. Wusstest du etwa, dass der Einsatz von antibakteriellen Medikamenten in Norwegen um 99 % verringert wurde? Das liegt daran, dass heutzutage junge Lachse gegen die häufigsten Krankheiten geimpft werden. So sind sie bestens geschützt und wir Menschen können Lachs ohne Antibiotika-Rückstände genießen. Wenn du wissen willst, welche anderen Mythen sich hartnäckig halten, aber schon längst nicht mehr stimmen, dann lies hier weiter.

Nicht jeder bekommt das ASC-Siegel 

Wenn Aquakultur nicht nachhaltig betrieben wird, kann das viele negative Auswirkungen haben. Das ist auch einer der Gründe, warum der ASC 2010 ins Leben gerufen wurde. Umwelt-NGOs, Wissenschaftlerinnen und Produzenten wollten gemeinsam Standards für umweltschonende und sozial verantwortliche Zucht entwickeln. Daraus sind die ASC-Standards entstanden, die es mittlerweile für eine Reihe von Fischarten gibt. Sie sind ein Werkzeug, um zu beurteilen, ob Zuchtbetriebe verantwortungsvoll arbeiten oder nicht. 

Der ASC-Lachsstandard ist der strengste Standard, den es für Zuchtlachs gibt. Er enthält mehr als 150 Anforderungen zu sozialen, Umwelt- und Tierwohlaspekten. Die Züchter müssen beispielsweise darauf achten, dass ihre Fische gesund bleiben. Sie müssen stetig die Qualität des Wassers und Meeresbodens überwachen, denn eine ASC-zertifizierte Zucht muss dafür sorgen, dass die Umwelt intakt bleibt. Außerdem müssen alle Mitarbeiter:innen fair behandelt und bezahlt werden. Natürlich muss auch die Arbeitsumgebung sicher sein.  

Eine ASC-Zertifizierung bekommt man nicht von heute auf morgen. Im Durchschnitt dauert der Zertifizierungsprozess vier bis sechs Monate. Danach gibt es jährliche Kontrollen – auch unangemeldet – und nach drei Jahren, muss die Zertifizierung wiederholt werden. Der ASC zertifiziert und kontrolliert Farmen übrigens nicht selbst. Das machen unabhängige, professionelle Gutachter. 

Der Lachs auf deinem Teller hat eine Geschichte 

Fisch ist eine wertvolle Proteinquelle und kann dazu beitragen, die wachsende Weltbevölkerung gesund zu ernähren. Darüber hinaus bildet Fischzucht die Lebensgrundlage für viele Menschen, besonders in entlegenen Gebieten. Hinter dem Lachs, der auf deinem Teller landet, steht eine Geschichte. Wenn du Lachs mit dem ASC-Siegel kaufst, weißt du, er kommt von Züchterinnen und Züchtern, die sich um die Gesundheit der Fische kümmern, die regelmäßig die Qualität des Wassers überprüfen und die Futter verwenden, das aus einer nachhaltigen Quelle kommt.  

Fischzucht ist wichtig und aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Daher wollen wir darauf hinarbeiten, dass Fischzucht umweltschonend, sozial verantwortlich und im Einklang mit der Natur und den umliegenden Gemeinden betrieben wird. Auch du kannst dazu beitragen, wenn du beim Fischkauf auf Fisch aus verantwortungsvollen Quellen achtest. Mach mit und check deinen Lachs!  

Veröffentlicht am
Mittwoch, 01 Dezember 2021
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