Schon seit einiger Zeit bekommt das Thema Nachhaltigkeit zunehmend Aufmerksamkeit, da wir uns der Auswirkungen des Menschen auf unseren Planeten bewusst werden. Für eine sichere Zukunft auf einem gesunden Planeten müssen wir schon heute darauf achten, was wir tun. Oder, wie es die Weltkommission für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen (UN) definiert:

„Dauerhafte (nachhaltige) Entwicklung ist Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können.“

Nachhaltigkeit wird auch als ein Konzept beschrieben, das auf drei Säulen beruht. Dabei gibt es offensichtlich eine ökologische Säule, aber auch eine soziale, d. h. der Schutz der Interessen von Arbeitnehmenden und anderen Gruppen, und eine wirtschaftliche Ebene: Wenn eine Tätigkeit die finanziellen Reserven aufbraucht und das Einkommen verringert, ist sie nicht nachhaltig.

In dem Maße, in dem unser Bewusstsein für Nachhaltigkeit gewachsen ist, hat sich auch die Notwendigkeit erhöht, präziser zu werden und Ziele festzulegen, an denen sich Unternehmen und Behörden orientieren können.

Die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung

Im Jahr 2015 haben die UN-Mitgliedstaaten die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung verabschiedet. Der Entwurf umfasst 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs). Sie erweitern die drei genannten Kategorien und erkennen an, dass für eine nachhaltige Zukunft die Bekämpfung von Armut, Geschlechterdiskriminierung und Hunger mit dem Schutz der Ozeane und Wälder sowie der Verbesserung der Bereiche Bildung, Gesundheit und Wirtschaftswachstum einhergeht.

Warum ist dies für alle, die im Supermarkt einkaufen, so wichtig? Wir alle sind von den Maßnahmen der Regierungen und der Industrie betroffen und sollten uns alle um die Zukunft unseres Planeten sorgen. Zu jedem SDG gibt es eine Reihe von Zielvorgaben, die bis 2030 erreicht werden sollen. Diese geben Aufschluss darüber, welche Fortschritte die Industrie und die Regierungen machen, und ermöglichen es der Öffentlichkeit, fundierte Kauf- und Wahlentscheidungen zu treffen. Für alle, denen die Zukunft unseres Planeten wichtig ist, sind die SDGs einer der besten Indikatoren dafür, was die Gesellschaft unternimmt, um eine nachhaltige Zukunft zu erreichen.

Der Beitrag des ASC zu den SDGs

Der ASC unterstützt die SDGs der Vereinten Nationen in vollem Umfang, wobei wir am meisten an SDG 14, Leben unter Wasser, beteiligt sind: Wir setzen uns dafür ein, die Umweltauswirkungen der Aquakultur zu verringern und die Sozialstandards in diesem Bereich zu verbessern. Für uns geht es aber nicht nur um Leben unter Wasser. Unsere Mission lautet „Für die Menschen, den Planeten und die Zukunft“. Wir kommen mit jedem SDG auf die eine oder andere Weise in Berührung, wobei fast die Hälfte der SDG-Ziele für die Aquakulturindustrie besonders relevant sind.

Zu den wichtigsten Beiträgen gehören:

  • SDG 2 – Ernährung sichern: Aquakultur liefert Nahrung für die Zukunft.
  • SDG 3 – Gesundes Leben für alle: Hier geht es um die Bedeutung von Omega-3-Fettsäuren, des hohen Eiweißgehalts und des geringen Kohlenhydratgehalts von Zuchtfischen für unsere Gesundheit.
  • SDG 6 – Wasser und Sanitärversorgung für alle: Mit verantwortungsvoller Aquakultur stellen wir sicher, dass keine Verschmutzung verursacht wird.
  • SDG 12 – Nachhaltige Konsum- und Produktionsweisen: Menschen haben beim Einkaufen die Möglichkeit, informierte Entscheidungen zu treffen.
Die Ziele für nachhaltige Entwicklung der UN. Der ASC trägt am meisten zum Ziel 14, Leben unter Wasser, bei.

Die Vereinten Nationen berichten jährlich über die Fortschritte der SDGs. Einige Ziele sind schwieriger zu erreichen als andere und die COVID-Pandemie sowie weitere Faktoren machen es unwahrscheinlich, dass alle Ziele bis 2030 erreicht werden. Dennoch setzt sich der ASC dafür ein, die SDGs der Vereinten Nationen so weit wie möglich voranzubringen. Wir analysieren derzeit den Beitrag von verantwortungsvoller Aquakultur zu den SDGs und werden im Laufe dieses Jahres über unsere Ergebnisse berichten.

In der Zwischenzeit können wir alle beim Einkauf Fische und Meeresfrüchte mit dem ASC-Siegel wählen und so zum Schutz der Bedürfnisse zukünftiger Generationen und unseres Planeten beitragen.

Veröffentlicht am
Dienstag, 28 Juni 2022
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