Aquakultur wird oft als junge Industrie bezeichnet. Fischzucht hat sich in den letzten Dekaden rasend schnell entwickelt, sowohl was das Wachstum als auch die Innovation betrifft. Tatsächlich züchten Menschen Fische aber schon viel, viel länger, schon seit mehreren Tausend Jahren. Werfen wir einen Blick auf die Geschichte der Aquakultur.

Eine lange Tradition …

Viele faszinierende Beispiele aus der Geschichte zeigen, dass Menschen bereits seit Jahrtausenden Teiche angelegt und Fische gezüchtet haben.

Eines der ältesten und größten Aquakultursysteme der Welt befindet sich in Australien. Es wurde von den Guditjimara entwickelt, die auch heute noch das Land bewohnen. Das ausgefeilte System aus Kanälen, Wehren und Dämmen diente dazu, Aale zu fangen und zu befischen. Dieses UNESCO Weltkulturerbe ist mindestens 6.600 Jahre alt.

Auch in China hat Fischzucht eine lange Tradition. Vor etwa 4.000 Jahren beobachteten Menschen, wie Karpfen nach Flussflutungen in Teichen zurückblieben. Das machten sie sich zu Nutzen und begannen die Karpfen zu füttern und zu züchten. Übrigens sind auch unsere Goldfische Nachfahren dieser Karpfen.

In Europa hat die Fischzucht im Antiken Rom ihren Ursprung. Dort hielt man Fische und Krustentiere in sogenannten Vivarien, eine Art Pool in einer Lagune, bis es Zeit war, sie zu essen.

Das Wort Aquakultur taucht übrigens erstmals in einem Zeitungsartikel von 1855 auf. Es bezog sich damals aber auf die Nutzung von Natureis zur Kühlung. Erst später änderte sich die Bedeutung und heute meinen wir damit die Zucht von Fischen, Algen und Krustentieren.

… mit vielversprechender Zukunft

Fischzucht hat also eine lange Tradition und die Geschichte der Aquakultur ist faszinierend. Gleichzeitig ist es unbestreitbar, dass sie sich im 20. Jahrhundert und insbesondere in den letzten Jahrzehnten zu einer innovativen, globalen Industrie entwickelt hat.

Es ist interessant zurückzublicken. Wir wollen dabei aber nicht vergessen, nach vorne zu schauen. Fischzucht spielt eine wichtige Rolle bei der Ernährung einer wachsenden Weltbevölkerung, schafft Arbeitsplätze und hilft den Druck auf die Meere und ihre Überfischung zu senken. Dazu muss sie aber ökologisch und sozial verantwortungsvoll durchgeführt werden. Genau dafür setzt sich der ASC ein.

Gemeinsam können wir dazu beitragen, dass wir auch in Zukunft verantwortungsvoll gezüchteten Fisch und Meeresfrüchte essen können.

Veröffentlicht am
Dienstag, 22 März 2022
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