Stiftung Warentest hat Garnelen getestet und Nachhaltigkeitssiegel verglichen: Das ASC-Siegel wurde als sehr transparentes Siegel mit hoher Aussagekraft ausgezeichnet. Wir freuen uns sehr über diese Anerkennung! 

Können wir Garnelen mit gutem Gewissen genießen? Stiftung Warentest hat für ihre Zeitschrift „test“ (6/2022) eine Reihe tiefgekühlter Garnelen auf ihren Geschmack und ihre Qualität getestet sowie drei Nachhaltigkeitssiegel für Aquakultur auf ihre Aussagekraft geprüft: das EU-Biosiegel, das Naturland-Siegel und unser ASC-Siegel.  

Die meisten Garnelen im Test trugen ein Nachhaltigkeitssiegel und wurden gezüchtet. Die Siegel sollen beim Einkauf Orientierung geben, aber kann man sich auf sie verlassen? Stiftung Warentest kam zu einem erfreulichen Ergebnis: „Verbraucherinnen und Verbraucher können den Siegeln vertrauen“, urteilt die Redaktion.  

Die Bewertung von Stiftung Warentest war mit über 600 Fragen äußerst umfangreich und fundiert. Wir beantworteten unter anderem Fragen zum Umweltschutz, wie den Schutz von Mangroven, zur Organisation der Siegelvergabe, zu sozialen Aspekten, wie der Einhaltung von internationalen Arbeitsnormen und natürlich zur Garnelenzucht selbst. Für je drei Garnelenprodukte sollten wir außerdem nachweisen, dass die Herkunft rückverfolgbar ist und die Nachhaltigkeitsvorgaben auf dem Zuchtbetrieb eingehalten wurden.  

Die Arbeit hat sich gelohnt: Stiftung Warentest lobt in seinem Fazit die „sehr gut organisierte“ Siegelvergabe des ASC. Das Siegel habe eine „hohe Aussagekraft“ und ein „gutes Anforderungsniveau“. Es sei „sehr transparent“. Wir freuen uns über das Lob und die Anerkennung unserer Arbeit.

In den Bereichen, in denen wir nicht die volle Punktzahl erreicht haben, möchten wir uns weiter verbessern.

Der ASC-Futtermittelstandard gewährleistet, dass alle Bestandteile im von zertifizierten Farmen verwendeten Futter verantwortungsvoll beschafft werden.

Künftige Bewertungen sollten weitere Kriterien beinhalten 

Für eine umfassende Bewertung schlagen wir außerdem weitere Kriterien vor, die unserer Meinung nach abgefragt werden sollten: Die Unabhängigkeit der Organisationen im Zertifizierungsprozess ist dabei ein wichtiger Punkt. Der ASC ist im Gegensatz zu anderen Organisationen nicht am Zertifizierungsprozess und der Evaluation der Farmen beteiligt. Die Bewertung wird von unabhängigen, hoch-qualifizierten Gutachter-Teams durchgeführt.  

Auch würden wir uns wünschen, dass die Transparenz gegenüber Konsumenten und Interessensvertreterinnen ebenso Gewicht erhalten würde wie die Transparenz gegenüber Stiftung Warentest. Der ASC ist der einzige Standardsetzer, der alle Auditreporte auf seiner Webseite veröffentlicht, auch wenn eine Farm die Zertifizierung nicht erhält.  

Ein weiterer Punkt, der oftmals vereinfacht dargestellt wird, ist das Thema Besatzdichte. Leider wird die Besatzdichte von vielen Medien oft als direkter Indikator für das Tierwohl herangezogen. Wissenschaftler und Expertinnen sind sich jedoch einig, dass viele Faktoren gemeinsam auf das Tierwohl wirken, wie die Wasserqualität.  

Neben der Besatzdichte sind weitere Faktoren, wie die Wasserqualität, entscheidend für das Tierwohl.

Wir würden uns wünschen, dass künftige Bewertungen einen ganzheitlicheren Ansatz in Bezug auf das Tierwohl enthalten und weitere Kriterien, wie die oben erwähnten zur Transparenz und Unabhängigkeit, abfragen.

Veröffentlicht am
Montag, 23 Mai 2022
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