ASC 2025: Wie Innovation und Zusammenarbeit verantwortungsvolle Fischzucht weltweit voranbringen
Dezember 17, 2025
2025 hat der ASC entscheidende Hebel in Bewegung gesetzt, die ökologische Verantwortung, Tierwohl und soziale Bedingungen in der Fischzucht nachhaltig verbessern. Mit klar definierten Kriterien und unabhängigen Kontrollen schafft der ASC Transparenz und stärkt das Vertrauen entlang der gesamten Lieferkette.
Innovation und Fortschritt: Der ASC-Farmstandard definiert Verantwortung in der internationalen Fischzucht neu
Die Einführung des ASC-Farmstandards Anfang Mai auf der Seafood Expo Global in Barcelona war ein Meilenstein für die Branche. Der Standard vereint Umwelt-, Sozial- und Tierwohlanforderungen in einem kohärenten Rahmen und ermöglicht es Züchtern, Nachhaltigkeit durch unabhängige Prüfungen und öffentlich zugängliche Daten nachvollziehbar zu machen.
Der ASC stärkt Tierwohl, soziale Verantwortung und transparente Lieferketten
2025 verschärfte der ASC seine Tierwohl-Standards und unterstützte Zuchtbetriebe weltweit bei der Umsetzung guter Haltungsbedingungen und wirksame Umweltschutzmaßnahmen umzusetzen. Regionale Teams begleiteten Betriebe in Asien, Lateinamerika, Afrika und Europa dabei, konkrete Tierwohlanforderungen in die Praxis zu integrieren und die Resilienz ihrer Betriebe zu erhöhen.
Ein zentraler Baustein sind dabei die Aquaculture Improvement Projects (AIPs). In deren Rahmen stellt der ASC Zuchtbetrieben klar definierte Verbesserungspläne zur Verfügung, um Umwelt-, Sozial- und Tierwohlaspekte gezielt zu stärken, unabhängig von einer ASC-Zertifizierung.
Wie schon im Vorjahr blieb soziale Verantwortung ein Kernanliegen: Durch gezielte Forschungsprojekte, praxisnahe Trainingsmaterialien und geförderte Initiativen stärkte der ASC 2025 die Mitbestimmung der Mitarbeitenden in den Betrieben, existenzsichernde Löhne sowie die Rechte von umliegenden Gemeinden und indigenen Gemeinschaften.
Auch das Feed-Zertifizierungsprogramm wuchs weiter. Es adressiert Entwaldung, Landumwandlung, Überfischung und Zwangsarbeit in globalen Lieferketten. Seit dem 31. Oktober setzen ASC-zertifizierte Betriebe ausschließlich Futtermittel ein, die aus ASC-konformen Mühlen stammen. Dadurch schafft der ASC mehr Transparenz und schützt natürliche Ressourcen. Parallel wurde das ASC-Programm auf weitere Arten wie den Atlantischen Kabeljau ausgeweitet.
ASC stärkt 2025 internationale Kooperationen für verantwortungsvolle Fischzucht
Partnerschaften sind ein entscheidender Hebel, um langfristigen Wandel zu erzielen. 2025 intensivierte der ASC die Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Institutionen, Unternehmen und Branchenverbänden auf mehreren Kontinenten. Dazu gehörten eine Absichtserklärung mit dem National Institute of Fisheries Science in Südkorea, eine Mangrovenrestaurierungsinitiative in Ecuador sowie die Unterstützung der Chamber of Aquaculture Ghana beim Aufbau eines nationalen Verhaltenskodexes für verantwortungsvolle Aquakultur.
Lokale Highlights aus Deutschland, Österreich und der Schweiz
Nach einem Jahr globaler Fortschritte setzte der ASC auch in der DACH-Region wichtige Impulse und machte verantwortungsvolle Fischzucht für Unternehmen, Handel und Verbraucher:innen direkt erlebbar.
ASC Awards Deutschland 2025
Erstmals ehrten der ASC und der MSC in Büsum Unternehmen und Persönlichkeiten, die sich besonders für verantwortungsvolle Fischzucht engagieren. Die ASC-Gewinner:innen 2025 waren:
- ASC-Lieferant des Jahres: Transgourmet
- ASC-Einzelhändler des Jahres: Kaufland
- ASC-Aquaculture Champion: Regal Springs
- ASC-Seafoodmarke des Jahres – Kühlung: MOWI
- ASC-Seafoodmarke des Jahres – Tiefkühl: Escal
Dennis Wittmann, General Manager DACH beim ASC: „Die Preisträger:innen zeigen, wie stark die Branche bereits heute Verantwortung übernimmt. Mit Innovationskraft und klaren Zielen setzen sie Maßstäbe für die Zukunft der Fischzucht.“
„Check deinen Fisch!“ stärkt Vertrauen und macht Nachhaltigkeit alltagstauglich
Mit der Aufklärungskampagne „Check deinen Fisch!“ setzte der ASC im September ein starkes Zeichen für bewussten Fischkonsum. Unter dem Motto „Doppelt lecker“ zeigte die Initiative, wie Genuss, Gesundheit und verantwortungsvolle Herkunft zusammengehören.
Rezepte, Einkaufstipps und wissenschaftlich fundierte Empfehlungen erreichten Verbraucher:innen über Social Media, Pressearbeit und Kooperationen mit Expert:innen aus Küche und Ernährung. Die Kampagne motivierte dazu, beim Fischkauf bewusst zu entscheiden und das ASC-Siegel als Orientierung zu nutzen.